Die Scheeßeler Wassermühle befindet sich in der gleichnamigen Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Rotenburg/Wümme. Die Webseite des Fördervereins „Scheeßer Mühle“ gibt als Baujahr der ersten Mühle das Jahr 1507 an. Seitdem wurde die Mühle mehrfach zerstört, wiederaufgebaut, umgebaut oder erweitert, blieb aber immer am gleichen Standort an der Wümme. Heute produziert die Wassermühle mit 2 Francis-Turbinen elektrische Energie und ist in der Lage, Mühlmaschinen anzutreiben und Roggen zu mahlen. Mühle, Backstein- und Fachwerkbauten, Mühlenteiche, Gartenhaus und Mühlendamm stehen als Gruppe baulicher Anlage unter Denkmalschutz. Für die Energieerzeugung wird die Fallhöhe des Wassers genutzt. Hierzu wird der Wasserstand im Oberwasser durch eine Wehranlage eingestaut.
Durch die Mühle mit ihren Betriebs- und Stauanlagen wird die ökologische Durchgängigkeit der Wümme unterbrochen, sodass seit längerer Zeit angestrebt ist, das Anlage passierbar umzubauen. Das scheiterte bisher an den Platz- und Eigentumsverhältnissen, sowie unterschiedlichen Nutzungsansprüchen.
Nun soll eine konsensbasierte Vorzugs- und Kompromissvariante erarbeitet werden, die die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen gleichermaßen beachtet.

