Senftenberg und die angrenzenden Flächen sind Teil der geologischen Region Lausitzer Urstromtal und waren umgeben von großen Vorkommen an Braunkohle, mit deren Abbau vor mehr als 150 Jahren begonnen wurde. Durch den Tagebaubetrieb und die für den Abbau notwendigen Begleitarbeiten wurde das für die Lausitzer Endmoräne bis dahin typische Landschaftsbild aus Heide, Moorheide und Tümpeln vollständig umgestaltet.
Vor über 100 Jahren wurde mit der Erschließung des Tagesbaus Ilse-Ost begonnen, der Braunkohle für die Brikettfabriken in Senftenberg, Großräschen, Lauta und Schwarze Pumpe liefern sollte. Der Aufschluss des Tagebaus erfolgte 1926, mit der Förderung von Kohle konnte 2 Jahre später angefangen werden. Der Kohlenabbau wurde zweiflüglig durchgeführt. Im Südfeld war bis zum Kriegsende und dann wieder in den 60-er Jahren eine Förderbrücke im Einsatz. Im Zweibaggerbetrieb konnten bis zu 65.000 Kubikmeter Abraum täglich bewegt werden. Das Nordfeld wurde im Zugbetrieb ausgekohlt. Der Abbau endete im Jahr 1980 mit Erreichen der Endstellung des Tagebaus am Skadodamm, dem überbaggerten Rand des Kippenmassivs des früheren Tagebaus Skado.
In Vorbereitung auf die spätere Sanierung sollen nun zunächst Zufahrten innerhalb der geotechnischen Sperrbereiche angelegt bzw. ausgebaut werden. Unter anderem soll ein uferbegleitender Weg im Süden des Brückenfeldes entstehen, bestehende Wege sollen saniert, stärker befestigt oder verbreitert werden.

